Hund und Umwelt

 

Du bist Hundebesitzer?

Mit dem Hund in der Natur unterwegs zu sein, bringt eine Menge Freude. Hautnah erlebst du den Wandel der Jahreszeiten, entdeckst Pflanzen und Tiere, spürst Wind, Wetter und Sonne. Du fürchtest keine Matsche oder moderige Stöckchen mit Hundespeichel. Keine Frage, Hundehalter sind häufig „Naturmenschen“.  Einige Dinge solltest du beachten. Dann kannst du täglich aktiv sein für die Natur und die Artenvielfalt:

 

Freilauf und Häufchen ...

  • In Naturschutzgebieten gilt Leinenpflicht. Das ist manchmal schade, doch es hat wichtige Gründe. Möchtest du den Hund frei laufen lassen, kannst du es ihm auf dem Weg zum Naturschutzgebiet ermöglichen.

In bestimmten Naturschutzgebieten ist das Entfernen von Hundekot sinnvoll. Magere Standorte (Trockenrasen, Heiden, Moore o.ä.) werden durch hohes Hundeaufkommen sonst  überdüngt. Pflanzen wie Brennnesseln am Wegesrand zeugen davon. Langfristig bleiben die düngeempfindlichen Pflanzen auf der Strecke, was die Artenvielfalt verringert.

  • Nicht jede Fläche ist ein guter Ort zum Toben und Spielen. Oft dienen Wiesen der Futtergewinnung. Dann ist es nicht schön, wenn Dein Hund sein Häufchen in das Futter anderer Tiere platziert. Lass deinen Hund nicht in landwirtschaftliche Flächen wie Getreide- oder Maisfelder oder angelegte Grün- und Blühstreifen oder Viehweiden laufen. Für uns nicht sichtbar, verstecken sich dort Hasen oder Fasane, seltener noch Feldlerchen oder Kiebitze. Auch Rehe finden dort gelegentlich Deckung oder legen ihre Jungtiere in Wiesen ab. Finde heraus, welche Grünfläche sich für Hundespiele eignet und entferne in Grünanlagen und Parks den Kot deines Hundes. Hast du in der Natur auch schon weggeworfene Hundekotbeutel gefunden? Mach es anders: Entsorge Plastikbeutel stets im Müll und nicht im nächsten Graben.

 

Begegnungen mit Tieren und Menschen ...

  • Lass deinen Hund nicht stöbern oder wildern. Beim Besuch einer Hundeschule lernt dein Hund, auch im Freilauf auf den Wegen zu bleiben. Weder Weidetiere noch Wildtiere dürfen von freilaufenden Hunden beunruhigt werden, insbesondere in der Brut- und Setzzeit musst du gut auf deinen Hund aufpassen. Lass ihn nicht unbeaufsichtigt die Natur erkunden.
  • Ist dein Hund kinderfreundlich? Biete Spaziergängern mit interessierten oder ängstlich wirkenden Kindern an, deinen Hund zu berühren und kennenzulernen. Stelle ihn mit Namen vor und berichte ihnen von seiner Persönlichkeit. Viel Kinder sind davon nachhaltig beeindruckt. Nach solchen Begegnungen sind oft alle Beteiligten glücklich. Selbst im ländlichen Raum wachsen nicht alle Kinder mit der Möglichkeit auf, eine Beziehung zu einem Tier aufzubauen. Das ist jedoch enorm wichtig, um das Zusammenspiel der Natur zu verstehen und sich später für den Erhalt der Natur einzusetzen.

Diese Tipps zeigen, welche Möglichkeiten Hundehalter jeden Tag haben. Mach mit und motiviere andere! Gemeinsam schützen wir die Natur und setzen und für die Artenvielfalt im Kreis Coesfeld ein.

 

Fotos: Ineke Webermann